Rubine – Die roten Könige der Edelsteine

Rubine und Diamanten


Diamant, Smaragd, Saphir und Rubin sind die unumstrittene Elite der Edelsteine und gelten als „die Großen Vier“. Der Rubin ĂŒbt seit Jahrhunderten eine faszinierende Ausstrahlung aus, der sich nur wenige Menschen entziehen können.

Auf Rubine.org finden Sie allerlei Informationen ĂŒber Rubine, zum Beispiel ĂŒber den Kauf oder die Bewertung. Außerdem finden Sie hier Empfehlungen fĂŒr unterschiedliche Rubin-SchmuckstĂŒcke.

Rubine kaufen & bewerten

Die Preise fĂŒr Rubine unterscheiden sich je nach GrĂ¶ĂŸe, Farbe und Reinheit oftmals erheblich. Um den Wert eines Rubins zu bestimmen, mĂŒssen einige Faktoren beachtet werden.

Auf der Unterseite Rubine kaufen finden Sie alle Faktoren zur Werte- und QualitÀtsbestimmung eines Rubins aufgelistet und nÀher erklÀrt.

Tipp: Eine gute Alternative zu den neu geförderten Rubinen ist der Kauf eines recycelten Steins. Diese werden gereinigt und erhalten nach dem Herauslösen aus der alten Fassung oft eine professionelle Überarbeitung.

Rubinschmuck

In der Schmuck-Industrie haben Rubine eine besondere Bedeutung. Ihre Farbe und QualitÀt sind nahezu einmalig und machen ihn zu einem ganz besonderen Hingucker.

Auf diversen Unterseiten prÀsentiere ich Ihnen ausgewÀhlten Rubinschmuck.

Basiswissen & Infos

In einem Gedicht bezeichnete der amerikanische Schriftsteller und Philosoph Ralph Waldo Emerson den Rubin als „Tropfen gefrorenen Weines aus den ĂŒberströmenden FĂ€ssern Edens“.

Selbst renommierte Wissenschaftler wie der britische Gemmologe G. F. H. Smith geraten bei dem Anblick seiner einzigartigen Farbenpracht ins SchwÀrmen. Seine Aussage

Der barbarische Glanz des Rubins und der herrliche Farbton des Saphirs sind unĂŒbertroffen!

aus dem Jahr 1912 zeigt eindrucksvoll seine Begeisterung fĂŒr die farbige Pracht dieser beiden Steine. Die gemeinsame ErwĂ€hnung beider Edelsteine ist kein Zufall – handelt es sich doch um unterschiedliche VarietĂ€ten des Minerals Korund.

Der Rubin – Eine seltene VarietĂ€t in strahlendem rot

Rubine sind VarietĂ€ten des Minerals Korund. Der Begriff VarietĂ€t benennt verschiedene Ausbildungen eines Minerals im Hinblick auf GrĂ¶ĂŸe, Transparenz oder Farbe.

Korund besteht aus Aluminiumoxid (chemische Formel: Al2O3) und gehört zur Mineralklasse der Oxide und Hydroxide. Seine leuchtend rote Farbe erhÀlt der Rubin durch Verunreinigungen mit Chrom.

Nur Steine innerhalb eines bestimmten Farbspektrums zĂ€hlen zu dieser VarietĂ€t, alle anderen Farbvarianten gelten als Saphire. Der Saphir erhĂ€lt seine Farbe (ĂŒblicherweise blau, aber auch rosa, gelb, grĂŒn oder violett) durch Verunreinigungen mit Eisen und Titan. Saphire sind in der Regel etwas grĂ¶ĂŸer und reiner als Rubine.

VarietÀten von Korund
Grafik © Timo Strauß / dreieck.com

Der Rubin ist einer der seltensten Edelsteine der Welt und mit einer MohshÀrte von neun das zweithÀrteste Mineral nach dem Diamanten.

Datenblatt des Rubins

Chemische FormelAl2O3 mit Verunreinigungen durch Cr
MineralklasseKorund
Ähnliche MineraleSaphir, Leukosaphir
MohshÀrte9
Dichte (g/cm3)3,97 bis 4,05
Spaltbarkeitundeutlich
Farberot
Strichfarbeweiß
Transparenzunterschiedlich (durchsichtig bis undurchsichtig)
GlanzDiamantglanz
Masseangabe inKarat

Entstehung von Rubinen

Ebenso wie andere Edelsteine, entstanden Rubine bereits vor Millionen von Jahren. Vereinfacht ausgedrĂŒckt, entstehen Rubine so:

Im Erdinneren befindet sich glĂŒhendes, flĂŒssiges Gestein, das sogenannte Magma. Unter enormen Temperaturen bis zu 1250 °C und großem Druck mĂŒssen die nötigen Atome zusammenkommen. FĂŒr den Rubin sind das Aluminium, Sauerstoff und Chrom.

Steigt das Magma nun in höhere, kÀltere Erdschichten auf, bilden sich kristalline Strukturen aus. Korunde und Rubine entstehen und bilden die typischen Edelstein-Vorkommen. Durch Erosion können diese Rubine auch an andere Orte, wie zum Beispiel Flussbetten, transportiert werden.

KĂŒnstliche Rubine

Seit Ende des 19. Jahrhunderts gibt es die Möglichkeit zur kĂŒnstlichen Herstellung von Korund. Nach vielen Jahren der Forschung konnte der französische Chemiker Auguste Verneuil 1891/92 erstmals Rubinkristalle herstellen. Das nach ihm benannte Verfahren wird bis in die heutige Zeit zur Herstellung synthetischer Korunde eingesetzt. Diese werden zum grĂ¶ĂŸten Teil fĂŒr technische Zwecke genutzt.

Bei kĂŒnstlich hergestellten Rubinen handelt es sich nicht aber nicht um FĂ€lschungen, da natĂŒrliche und synthetische Exemplare die gleichen physikalischen und chemischen Eigenschaften besitzen und es sich in beiden FĂ€llen um Korund handelt. KĂŒnstliche Steine haben wenige oder keine Inklusionen und weisen meist hochreine Farbgebungen auf. Ein sicheres Merkmal zur Unterscheidung sind die Anwachsstreifen der synthetischen Steine.

Wirkliche FĂ€lschungen lassen sich hĂ€ufig bereits durch einen Reibetest erkennen. Wenn ein Rubin fest ĂŒber eine GlasflĂ€che gerieben wird, hinterlĂ€sst er keinerlei Spuren. Rubinimitate verraten sich hingegen bei diesem Test durch rote Spuren auf dem Glas. Die OberflĂ€che von echten Rubinen kann aufgrund ihrer HĂ€rte nicht ohne Weiteres eingeritzt werden – lediglich ein Diamant ist dazu in der Lage.

Die sicherste Identifikation gelingt jedoch mithilfe eines versierten Juweliers, der in der Regel die Echtheit eines Steines zweifelsfrei feststellen kann. Suchen Sie sich dazu am Besten einen Juwelier in Ihrer NĂ€he.

Charakteristische Besonderheiten des Rubins

Rubine sind seltener als Diamanten und zĂ€hlen zu den teuersten Edelsteinen der Welt. Steine in besonders klaren Rottönen ohne sichtbare EinschlĂŒsse sind sogar noch rarer und gelten als nahezu unauffindbar. Gelegentlich erhalten erstklassige Exemplare eine Klassifizierung mit dem Zusatz „AAA“.

Da das farbgebende Chrom jedoch ebenfalls fĂŒr eine Vielzahl der EinschlĂŒsse verantwortlich ist, gelten diese Rubine als RaritĂ€ten. Ebenso wie die Saphire werden Rubine als Edelsteine mit einem Reinheitsgrad Typ II kategorisiert. Diese Einstufung in drei Kategorien wird anhand der vorhandenen EinschlĂŒsse getroffen:

  • Typ I = von Natur aus sehr reine Edelsteine ohne sichtbare EinschlĂŒsse
  • Typ II = Edelsteine mit nur wenige EinschlĂŒsse, die mit bloßem Auge erkennbar sind.
  • Typ III = von Natur aus mit zahlreichen, fĂŒr das Auge erkennbaren EinschlĂŒssen

Mikroskopisch kleine EinschlĂŒsse werden auch als Seide bezeichnet, sie verleihen vielen Rubinen ein besonderes Aussehen und tragen maßgeblich zur Schönheit der begehrten Steine bei.

Auch der wertvollste Rubin weist in der Regel nur zu rund 80 Prozent eine reinrote Farbe auf und zeigt zusĂ€tzlich einen Farbeinschlag zu Violett, Orange oder Pink. Die schönste Wirkung erreicht ein Rubin bei weißem Kunstlicht und natĂŒrlichem Licht. Letzteres bringt bei den meisten Rubinen eine eindrucksvolle, stark glĂŒhende Fluoreszenz zum Vorschein.

Die begehrteste Farbe bei Rubinen ist das Taubenblutrot, ein intensiv leuchtendes Rot mit leichter Blaunuance. Rubine mit schwĂ€cherer Farbgebung oder leichten Brauntönen erhalten durch Brennen eine krĂ€ftigere und mehr in die begehrten Rottöne changierende FarbintensitĂ€t. Das Erhitzen der Edelsteine bis zu einer Temperatur von 1.950 Grad Celsius ist die bevorzugte Methode zur Verbesserung der Steine und wird bei nahezu allen Rubinen vorgenommen. FĂŒr diesen Vorgang wird der Rubin in Kryolith oder Borax eingelegt. Die beim Erhitzungsvorgang entstehenden Brennrisse werden so mit einem glasartigen Material aufgefĂŒllt.

Ausgesprochen seltene RaritĂ€ten sind Rubine, bei denen diese Bearbeitung zur Intensivierung der Farbpracht nicht notwendig ist. Diese von Natur aus nahezu perfekten Steine erzielen im Handel unĂŒbertroffene Höchstpreise.

Schliff der Rubine

Reine, ungeschliffene Rubine erzielen Höchstpreise. Doch so ein ungeschliffener Rubin eignet sich eher als SammlerstĂŒck oder Wertanlage. In einem SchmuckstĂŒck wĂŒrde es ihm jedoch an Glanz und Glitzer fehlen. Damit ein Rubin seine ganze Schönheit in einem SchmuckstĂŒck entfalten kann, muss er den richtigen Schliff bekommen.

Der Schliff soll die natĂŒrlichen Gegebenheiten des Rubins unterstĂŒtzen und verstĂ€rken. Außerdem versucht man den Schliff so zu wĂ€hlen, dass möglichst wenig des kostbaren Rubins verloren geht. Er soll möglichst wenig an Gewicht verlieren, da das Gewicht ein wichtiger Faktor in der Wertbestimmung eines Rubins ist.

GrundsÀtzlicher Schliff

GrundsÀtzlich unterscheidet man zwischen zwei Schliffarten. Zum einen den Glattschliff, Cabochon genannt und zum anderen den Facettenschliff.

Glattschliff

Der Glattschliff wird hauptsÀchlich bei Rubinen eingesetzt, die stark bis komplett undurchsichtig sind. Der Stein wird dabei, je nach Grundform, oval oder rund geschliffen. Er wird nur glatt geschliffen und es werden keine Facetten eingearbeitet. Die Unterseite ist eher flach und die Oberseite rund.

Der Cabochon-Schliff verstĂ€rkt das Schimmern des Rubins und unterstĂŒtzt Effekte wie die Chatoyance oder Rutilnadeln.

Facettenschliff

Der Facettenschliff wird bei Rubinen angewendet, die relativ durchsichtig sind. Dabei werden kleine FlĂ€chen des Steins glatt geschliffen und poliert. Die Formen der FlĂ€chen orientieren sich dabei meist an geometrischen Grundformen. Durch bestimmte Anordnungen der Facetten in unterschiedlichen Winkeln kann der Rubin so sein volles „Feuer“ entfachen.

Als Feuer bezeichnet man die tollen Lichteffekte, die entstehen, wenn der Rubin das Licht an seinen einzelnen Facetten reflektiert, bricht und streut. Um eine optimale Lichtbrechung zu erreichen, gibt es exakte Vorgaben fĂŒr die Anzahl und Form der FlĂ€chen, sowie bestimmte WinkelverhĂ€ltnisse.

Zu einem sauberen, hochwertigen Schliff gehören außerdem die richtige Symmetrie, passende Proportionen und die richtige SchliffausfĂŒhrung.

Unter dem Facettenschliff werden diverse Schliffarten zusammengefasst. Um dem Rubin möglichst wenig Gewicht zu nehmen, versucht man einen Schliff zu wĂ€hlen, der der natĂŒrlichen Form des Rubins möglichst nahe kommt.

Nachfolgend finden Sie ErlÀuterungen zu den bekanntesten Facettenschliffarten.

Brilliantschliff

Auch vom Brilliantschliff gibt es einige Variationen. Einige dieser Variationen werden in diversen LĂ€ndern als Bewertungsmaßstab fĂŒr den Schliff eines Edelsteins herangezogen.

Die in Deutschland zur graduation herangezogene Variantion des Brilliantschliffs nennt sich „Feinschliff der Praxis“.

Der Brilliantschliff im Detail
Grafik © Timo Strauß / dreieck.com

GrundsĂ€tzlich befindet sich beim Brilliantschliff ein Achteck auf der Oberseite (Tafel). Außenrum folgen 32 Facetten. Das Unterteil besteht aus weiteren 24 Facetten und lĂ€uft zu einer Spitze (Kalette) zusammen.

Weitere runde Schliffarten

Neben dem Brilliantschiff gibt es noch einige weitere Schliffarten fĂŒr runde Rubine (und andere Edelsteine). Zum Beispiel der Ovalschliff oder den Pendeloque-Schliff (Tropfenform).

Treppen- und Smaragdschliff

Brilliantschliff und Co. eignen sich am ehesten fĂŒr runde Rubine. FĂŒr quadratische und eckige Exemplare kommt zum Beispiel der Treppenschliff zum Einsatz. Um eine rechteckige Tafel ordnen sich dabei Treppenartig die Facetten in mehreren Stufen an.

Eine besondere Form des Treppenschliff ist der Smaragdschliff (Emerald Cut). Der Smaragdschliff wird eingesetzt, damit der Edelstein beim Einfassen nicht springt. Dazu wird der Treppenschliff um eine weitere Facette an jeder Ecke erweitert, sodass acht Kanten entstehen.

Der Treppenschliff im Detail
Grafik © Timo Strauß / dreieck.com

Weitere eckige Schliffarten

Abgesehen vom Treppenschliff und dem Smaragdschliff, gibt es noch ein paar weitere Schliffarten fĂŒr eckige Rubine. So zum Beispiel den relativ simplen Rosenschliff oder Scherenschliff.

Neben den genannten Schliffarten gibt es außerdem noch unzĂ€hlige Variationen oder Kombinationen von Schliffen. Auch echte, dreidimensionale Formen werden aus Rubinen geschliffen. Ein Beispiel dafĂŒr ist der Herzschliff.

Auch die grundsĂ€tzlichen Schliffarten (Glatt- und Facettenschliff) werden bei einigen SchmuckstĂŒcken kombiniert. Daraus ergeben sich unzĂ€hlige Möglichkeiten einen Edelstein zu schleifen.

Besonders der Brilliantschliff ist fĂŒr viele SchmuckstĂŒcke von großer Bedeutung. Ein Muss fĂŒr jeden Edelstein-Fan!

Die Geschichte der Rubine

Der Name des roten Edelsteins bezieht sich auf die Farbe des Rubins und leitet sich von dem mittellateinischen Wort „rubens“ ab. Laut Annahme vieler Historiker wurden im Gebiet der heutigen Republik der Union Myanmar (Birma) bereits in der Bronzezeit Rubine abgebaut. Ebenso wie alle Edelsteine galten auch die Rubine den Menschen als göttliche Symbole der BestĂ€ndigkeit. WĂ€hrend alle Dinge und Lebewesen mit der Zeit der VergĂ€nglichkeit zum Opfer fielen, bĂŒĂŸten die funkelnden Kostbarkeiten nichts von ihrer Schönheit ein. Zahlreiche Zeugnisse der Vergangenheit beweisen die ehrfĂŒrchtige Bewunderung der Menschen.

In Indien wurden Rubine bereits vor ĂŒber 2.000 Jahren als Talismane genutzt und verehrt. Den Indern galt der Stein als unvergĂ€ngliches Symbol fĂŒr inneres Feuer und Garant fĂŒr ein langes Leben. Hier wird er bis heute unter dem aus dem Sanskrit stammenden Namen „ratnaraj“ verehrt, was ĂŒbersetzt etwa „König der Edelsteine“ bedeutet.

Auch bei Ägyptern, Griechen und Römern besaß der Rubin ein hohes Ansehen. Bereits um das Jahr 480 v. Chr. sollen Römer und Griechen Rubine aus Sri Lanka gehandelt haben, somit gilt dieser Landstrich als eine der Ă€ltesten FörderstĂ€tten fĂŒr Rubine. Besondere Symbolkraft besitzt der Edelstein in der biblischen ErwĂ€hnung. Zwölf Steine schmĂŒcken das liturgische Gewand des Hohepriesters der Israeliten (Efod) und symbolisieren die zwölf StĂ€mme des Volkes Israel. Der Rubin ist als vierter Stein die Verkörperung des Stammes Juda, aus dem nach Überlieferungen neben König David auch Jesus Christus hervorging.

Vom Mythos zur Wissenschaft

Ebenso wie allen Edelsteinen schrieben die Menschen im Mittelalter auch dem Rubin besondere KrĂ€fte zu. Sie glaubten daran, dass der prophetische Stein zur Warnung vor drohendem Unheil seine Farbe verdunkelte. Auch wurde ihm nachgesagt, dass er vor der Pest und insbesondere vor dem Teufel schĂŒtzte. Er sollte seinem Besitzer große Macht verleihen und galt zudem als Symbol fĂŒr WĂŒrde und Tapferkeit. Aus diesem Grund wurde er in zahlreichen Krönungsinsignien eingearbeitet und findet sich besonders hĂ€ufig an Königs- und Kaiserkronen aus dieser Zeit.

BerĂŒhmte Kronen

Ein schönes Beispiel ist die Wenzelskrone, die in der St.-Wenzels-Kapelle im Prager Veitsdom aufbewahrt wird. Sie war die Königskrone des Königreichs Böhmen und ist mit einem Rubin (etwa 250 Karat), 19 Saphiren, 30 Smaragden, 44 Spinellen sowie 20 Perlen verziert.

Bekannter ist ohne Zweifel die englische Staatskrone mit dem berĂŒhmten Edelstein Black Prince’s Ruby. Bei ihm handelt es sich jedoch nicht um einen Rubin, eine gemmologische Untersuchung konnte ihn als roten Spinell identifizieren.

Karfunkelsteine

Bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts wurden alle roten Edelsteine gemeinsam unter dem lateinischen Namen carbunculus (Karfunkelsteine) gefĂŒhrt. Zu dieser Rubrik gehörten neben dem Rubin auch Spinell und Granat. Erst mit der Entstehung der wissenschaftlichen Gemmologie erwachte ein besseres VerstĂ€ndnis fĂŒr die Differenzierung dieser Steine, im gleichen Zeitraum wurde die nahe Verwandtschaft von Saphir und Rubin entdeckt.

Der Rubin ist auch in der heutigen Zeit noch mit vielen Mythen behaftet, er gilt als Symbolstein des Geburtsmonats Juli und steht fĂŒr Romantik, Liebe und Leidenschaft.

Die Herkunft der roten Edelsteine

Mit Ausnahme der Antarktis kommen Rubine auf allen Kontinenten vor. Die begehrtesten Rubine stammen aus Myanmar und Sri Lanka. Insbesondere im Mogok-Delta sowie in Mong Hsu im Nordosten von Myanmar werden Steine gefördert, die dank ihrer Transparenz und klassischen Farbgebung als die edelsten Exemplare der Rubine gelten.

Rubinvorkommen
Bekannte Rubinvorkommen auf der Erde (VergrĂ¶ĂŸern per Klick)

Weitere FörderstĂ€tten fĂŒr begehrte Steine liegen in Ostafrika, insbesondere der fĂŒr seine einzigartige Reinheit bekannte AAA-Tansania-Rubin findet große Beachtung. Weitere Rubinvorkommen befinden sich in China, Afghanistan, Kambodscha, Pakistan, Indien, Vietnam und Thailand sowie Madagaskar, Kenia und Mosambik. Das zentrale Handelszentrum fĂŒr alle asiatischen Rubine ist die thailĂ€ndische Hauptstadt Bangkok.

Auf Youtube gibt es einige interessante Videos ĂŒber die Ausgrabung von Rubinen. So zum Beispiel ein Bericht des SRF ĂŒber die Rubin Ausgrabungen in Myanmar: Mogok in Myanmar: Das Tal der Rubine.

BerĂŒhmte Rubine

Der weltweit grĂ¶ĂŸte Rubin ist „The Mogok Sun“, der im Jahr 1993 in Myanmar gefunden wurde. Er besitzt ein sensationelles Rohgewicht von 1.734 Karat und befindet sich noch immer in unbehandeltem und ungeschliffenem Originalzustand. So konnte man sein volles Gewicht erhalten.

Die folgende Liste zeigt die bekanntesten Rubine und deren Gewicht:

NameGewichtAufbewahrung
Mogok Sun1.734 Karat
Nawata Rubin496,5 Karat
Namenloser Rubin in der Wenzelskrone250 Karat
Edward Rubin167 KaratBritish Museum of Natural History (London)
Rosser-Reeves-Rubin138,7 KaratSmithsonian Institut (Washington)
De-Long-Sternrubin100,3 KaratAmerican Museum of Natural History (New York)

Esoterik

Die Esoterik schreibt dem Rubin besondere Wirkungen und Eigenschaften zu. Er gehört mit zu den bedeutendsten Heilsteinen ĂŒberhaupt.

Seit je her gehören Rubine zu den ganz besonderen Edelsteinen und tauchen in der Geschichte immer wieder auf. So wurden Rubine in Indien als Talisman gehandelt und galten schon im Mittelalter als GlĂŒckssteine. Außerdem schrieb man ihnen die FĂ€higkeit zu, vor der Pest zu warnen.

Wirkungen eines Rubins

Folgende Wirkungen und FÀhigkeiten wurden und werden Rubinen hÀufig zugeschrieben:

  • Aktivierung von Liebe und SexualitĂ€t
  • GlĂŒcksstein in der Liebe
  • Vitalisierung & Dynamisierung
  • Förderung von WĂŒnschen und SehnsĂŒchten
  • Selbstverwirklichung
  • SensibilitĂ€t in der Beziehung fördern
  • Schutzstein gegen das Böse
  • Verleihung von Macht, Tapferkeit und WĂŒrde
  • KreativitĂ€t und Intuition fördern
  • Misserfolge schneller verarbeiten und abtun
  • Schutz vor dem Teufel

Des weiteren sollen Rubine noch weitere, eher körperliche Wirkungen haben:

  • Heilwirkung bei Fieber und Kopfschmerzen
  • StĂ€rkung des Herzens
  • Ankurbeln des Kreislaufs
  • Hilfe bei Menstruationsbeschwerden
  • Hilfe bei Potenzstörungen und sexuellen Blockaden
  • Hilfe in den Wechseljahren

Rubine reinigen & aufladen

Um die Wirkungen des Rubins zu erhalten, sollte er regelmĂ€ĂŸig, ca. alle zwei Wochen, gereinigt und aufgeladen werden. Dazu wird der Rubin erst unter fließendem, lauwarmen Wasser entladen. Anschließend reicht ein Sonnenbad von ein paar Stunden, um dem Rubin wieder ausreichend Energie zuzufĂŒhren.

Sternzeichen

Auch auf astrologischer Ebene haben Rubine eine Bedeutung. Denn jedes Sternzeichen profitiert von der Energie bestimmter Edelsteine. So haben Sternzeichen Haupt- und Nebensteine, von welchen die Menschen mit dem entsprechenden Sternzeichen positiv beeinflusst werden.

Rubine werden vor allem den Sternzeichen Widder, Skorpion und Jungfrau zugeordnet.

Hinweis:
Es handelt sich hierbei um esoterische Behauptungen. Wissenschaftliche Belege fĂŒr die angeblichen physischen und psychischen Wirkungen gibt es nicht.

Rubin-Blog

Neben den genannten Themen gibt es unzÀhlige weitere, interessante Fakten rund um Rubine. Platz finden diese Informationen in meinem Info-Blog. Reinschauen lohnt sich!

3 Gedanken zu „Rubine – Die roten Könige der Edelsteine“

  1. Guten Tag

    Gerne hĂ€tte ich eine zuverlĂ€ssige Adresse in der Schweiz ev. Goldschmied fĂŒr einen gut geschliffenen Rubinstein, denn ich möchte mir Ohrringe anfertigen lassen

    Besten Dank und freundliche GrĂŒsse Ruth Thurneysen

    Antworten
  2. Ich bin jetzt Rentner mit einer kleinen Rente. Ich bringe mir das Goldschmiedehandwerk und das schleifen von Edelsteinen selber bei, allerdings kann ich mir keine echten Steine leisten. Vielleicht hat ja Jemand noch ungeschliffene echte kleine Steine ĂŒbrig und kann mir die ĂŒberlassen, oder fĂŒr kleines Geld verkaufen?
    Danke Hubert
    hubertjagd@gmx.de

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